Mozart Requiem

Mozart Requiem II

Das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart – Popstück der Klassik schlechthin, aber auch unvollendetes Fragment – ist die Grundlage für das neue Musiktheaterprojekt von Andreas Bode. Im Mittelpunkt stehen die Geschichten von vier Darstellern und Sängerpersönlichkeiten …

“Mozart Requiem” Ein szenisches Musiktheater-Projekt von Andreas Bode für Kampnagel Hamburg und das Radialsystem Berlin.

Vorstellungen im November 2008, Januar 2009 und März 2009.

Das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart ist uns heute zugleich als Popstück der Klassik schlechthin, als kriminalogistischer Mythos – Stichwort der angebliche Mord Mozarts durch den Komponisten Salieri – aber auch sachlich und ganz banal als unvollendetes Fragment überliefert. Die Vielzahl von Bedeutungen, die dem Werk zugerechnet werden, aber auch die emotionale Tiefe die der Hörer mit diesem Werk verbindet, bilden den Ausgangspunkt zu Andreas Bodes, Titus Engels und Tobias Schwenckes neuem Projekt „Mozart Requiem“. Ausgangspunkt des Projektes ist die Idee der Entwicklung des Theaters aus der Form des Oratoriums bzw. der Messe. Nicht nur die Sänger, sondern auch die Musiker eines Solistenorchesters sind dabei bewegliche Spieler im Raum.Im Mittelpunkt stehen die individuellen Geschichten von vier Darstellern, zugleich Figuren und Sängerpersönlichkeiten, die von ihrer Gesangskunst leben. So wie Singen für sie das Leben bedeutet, verweist das permanente Ticken der Zeit auf das Alt werden; den Verfall ihrer Stimmen, das Vergängliche und den Tod. Jede der vier Figuren erfährt auf der Bühne in blitzlichthaften Episoden Momente des Grauens, der Hoffnung, der Reue und der Liebe. Darunter steht der oft schroffe Text des Requiems, der sehr drastisch von Angst und Hoffnung erzählt. Die Musik Mozarts mit seinen Chören, die in diesem Projekt als Vokalquartette vorgetragen werden, bildet dabei das Bindeglied, sie ermöglicht uns zu betrachten, was wir alltäglich verdrängen: Die Unausweichlichkeit des Todes.

Foto: Wolfgang Unger