25. März 2008

“Eine unglaublich dichte und kreative Inszenierung”

Andreas Bodes Inszenierung von Fassbinders “In einem Jahr mit 13 Monden” im Deutschen Schauspielhaus Hamburg begeistert Presse und Publikum gleichermaßen.

Auszüge aus der Hamburger Presse am 22.03.2008

Bode findet einen eigenen, durchweg überzeugenden Zugriff, ohne Fassbinders Film und dessen Düsternis zu imitieren.
(Die Welt, 22.3.08)

Jubeln geht schlecht nach diesem Stück, obwohl alle Schauspieler großartiges leisten, allen voran Jürgen Uter in der Rolle des Transexuellen. Wörtlich wird hier der Text des fassbinderfilms aus dem Jahr 1978 übernommen, auf der Bühne bricht Regisseur Andreas Bode die Erzählweise noch durch musikalische Intermezzi.Die erweisen sich im Nachhinein als die einzigen weniger unglücklichen Rühepole im ansonsten trostlosen Leben von Erwin/Elvira. … Die zurückgefahrene Betroffenheit lässt jetzt ein Theaterstück entstehen, in dem es vor menschlicher Kälte so lange klirrt, bis der Tod alles zum sachlichen Abschluss bringt. Beklemmend gut.
(Dagmar Fischer, Hamburger Morgenpost, 22.3.08)

Was bewog Andreas Bode, Elwiras Passion im Zeiten von Transgender-Aktivismus und Medienhype um Cross-Dresser als epische Szenen-Collage in der verwahrlosten Einkaufszone zu inszenieren? Das Menschenschicksal. Er kann es im intimen Außen-Innen-Raum von Michel Schaltenbrand sozusagen in Nahaufnahme vorführen. Und setzt das Drehbuch in ein zwischen Bericht, Rückblende und Spiel albtraumhaft oszillierendes Erzähltheater um, öffnet darin Parallelen zum kalten Sozialklima heute, zu emotionaler wie wirtschaftlicher Verarmung.
(Hamburger Abendblatt, 22.3.08)

O-Ton eines Zuschauers:

Das war brillant. Vielen Dank für eine unglaublich dichte und kreative Inszenierung mit tollen Schauspielern.”
(Besucher an das Team nach der Premiere)